Zeno Ruzzo

Zeno ist ein junger Künstler und Kunst- und Kulturvermittler. Neben seinen Vermittlungstätigkeiten im Kunsthaus Aarau, auf Schloss Lenzburg und im Historischen und Naturmuseum Luzern arbeitet er als Fachmann für Kunst- und Kulturvermittlung in der Kita Playground Education mit Kindern im Alter von zwei bis vier Jahren.

Neben seiner Lohnarbeit arbeitet Zeno einmal pro Woche in seinem Atelier im Kunstsilo an seiner eigenen künstlerischen Praxis. Diese ist stark von einer DIY-Haltung geprägt und setzt sich mit den Themen Vergänglichkeit und Sichtbarkeit auseinander.

Im Kern ist jedes seiner Kunstprojekte selbstauflösend und darauf ausgerichtet, sich mit der Zeit zu verändern oder ganz zu verflüchtigen. Dies kann durch den Gebrauch seiner Kunstobjekte geschehen, wenn sich das Kunstwerk vom Ausstellungsobjekt in einen Gebrauchsgegenstand verwandelt und durch seine Nutzung Abnutzung erfährt. Ebenso können Werke in die Welt hinausgegeben und über verschiedene Orte verteilt werden, sodass das ursprüngliche Kunstwerk nie wieder als Ganzes zusammenkommt.

Mit seiner Kunst strebt Zeno in die Welt hinaus. Dahinter steht das tiefe Bedürfnis, Spuren zu hinterlassen und eine Form von Präsenz in der Welt zu schaffen. Gleichzeitig versucht er, sich von seiner eigenen Kunst und der damit verbundenen Autorenschaft zu lösen. Seine Werke sollen unabhängig von ihm und seinem Namen existieren können. Die Spannung zwischen dem Wunsch, sichtbar zu sein und Spuren zu hinterlassen, und dem gleichzeitigen Bedürfnis, sich als Autor zurückzunehmen, bildet einen zentralen Bestandteil seiner künstlerischen Praxis.

Beispiele

Projekt ‚Ashtray‘: Eine Umwandlung von Alltäglichen Getränkedosen zu Aschenbecher. Um diese konnte mit dem Künstler gespielt werden. Das Spiel war so konzipiert, dass die Gegenspieler:innen aktiv schummeln konnten und somit der Künstler draufzahlen musste.

Projekt ‚Double it‘: Ein Projekt bei dem es um den Wert von Kunst ging. Ausgestellt im KunstMuseumLuzern. Hierbei konnte man ein eines von 50 Sammelkarten Päcken erwerben mit dem Versprechen, dass sich der Wert der Karten verdoppeln werden. Dies wurde durch den Werkstoff erzielt (1 Dollar Noten). Diese wurden durch die künstlerische Bearbeitung zu Blüten, aber durch eben diese Gestaltung verdoppelte sich der Wert der Karten mindestens. Somit wurde das Versprechen eingehalten. Es sollte eine Kritik am komerzionellen Kunstmarkt und Kunst/Kultur als Investition sein.