Projekte 2019

 

Collografie-Kurse mit kubanischem Künstler

Nach dem Asyl-Kunstprojekt waren meine Frau und ich für zwei Monate in Kuba. In Santiago de Cuba suchten wir Jemanden, um uns Stadt und Land zu erklären. An einer Vernissage sprachen wir mit allen acht ausstellenden Künstlern. Joaquín Bolívar faszinierte mit seiner Fröhlichkeit, seinem wachen Auge, dem Ausdruck seiner Bilder und den kritischen Inhalten. Im Taller Cultural, einer multidisziplinären Kunstwerkstätte, ist er für das Druckatelier zuständig. Da lernte ich die Collografie, eine einfache aber variantenreiche Materialdrucktechnik, kennen. Nun kommt er in die Schweiz! Und mit den Kursen, die wir am Kunstsilo durchführen, soll sein Flugticket finanziert werden. Ein Kurs für Experimentierfreudige, vom Laien am Küchentisch bis zur Lehrperson für Bildnerisches Gestalten. Als ich der Fachleiterin Bildnerisches Gestalten der PHLU, Claudia Niederberger, selbst passionierte Druckerin, die Idee präsentierte, war sie sofort begeistert. Es freut uns, dass die Kurse nun zusätzlich über die WBZA der PH ausgeschrieben werden. Die 3 Kurse: 9.-11. ganztags, 12.-15. nachmittags oder 12.-16. Abends im August 2019.

Flyer deutsch und spanisch    Curriculum Joaquin Bolivar

Vorkurs-Ausstellung

'Unsere' zwei 'Vorkürsler' aus dem Asyl-Kunst-Projekt, Misgina und Parwiz, und 100 weitere Studierende werden wieder die Jahresausstellung der HochschuleLuzern-Design&Kunst bestreiten. Sie trägt den Titel RAUSCH. Wohl eine der letzten Gelegenheiten, eine Kunsti-Veranstaltung in den Räumen der Sentimatt zu besuchen. Bekanntlich ziehen die letzten Abteilungen im Sommer 2019 in die Viscosistadt nach Emmenbrücke. Vernissage Di, 30. April 2019, 18h, Ausstellung Mi 1. bis Sa 4. Mai 2019, Mi-Fr 9-20h, Sa 9-17h   HSLU-Link     Programm

 

Afghanischer Damenschneider im Textilunterricht

Firooz ist Damenschneider und hilft ab und zu im Kunstsilo mit. Seit diesem März kann er an einem Nachmittag pro Woche in Rothenburg im Textilen Gestalten mitwirken. Die Lehrerin, Brigitte Beutler, ist erfreut. Die zwei Sekundarklassen haben den afghanischen Klassenassistenten super aufgenommen. Parallel zum Unterricht soll ein afghanisches Hochzeitskleid entstehen. Der Einsatz hat einen doppelten Effekt: Kulturelle Integration und ein Mann als Vorbild beim Nähen!

Willst du Passport kaufen?

Wiederum halfen ein paar Asylsuchende bei der Arbeit an unserem Sujetwagen mit. Und nach zwei Jahren vorsichtigem Zuschauen hiess es dieses mal: Wir wollen auch ein Thema! Ich will Frau sein, aber nur an Fasnacht, nachher nicht mehr, sonst Leute falsch denken. Unsere Thema ist von Asyl: keine Arbeit – kein Ausweis. Schliesslich gingen Nurullah und Firooz vollmaskiert als Frau und Mann und boten – vorallem ihren Schicksalsgenossen – zwielichtige Pässe an. Für USA, Kanada. Deutschland teuer, Iran billig. Und mit dem harmlosen Schlepper-Lügen-Versprechen: Mit Ausweis F wie Fasnacht – du bekommst gratis Kafi Zwätschge, überall … Das ist Integration!

 

Zöpfli-Fasnacht:

Als wir hörten, dass die Stadt eine Gruppe sucht, die im Zöpfli in Luzern einen Techno-Wagen ersetzen und für ein fasnächtlicheres Musikprogramm sorgen kann, haben wir dies weitererzählt. Wir freuen uns, den Alkademikern im Kunstsilo einen Bastel- und Wagen-Einstellplatz anbieten zu können. Die erste Ausgabe ihrer Zöpfli-Fasnacht wurde denn auch zu einem vollen Erfolg. Ihre Bühne war fast durchgängig von kleineren und grösseren Formationen und Musigen besetzt. Eine Bereicherung für die Luzerner Fasnacht!    www.alkademiker.ch

 

 

MyMiniStrike.com

Was kann man beitragen, wenn man freitags nicht an die Klima-Demo gehen kann?

Es ist schön zuzuschauen, wie die Jugend sich für ihre – und unsere – Zukunft einsetzt. Und ich sitze freitags im Büro. Das Dilemma muss sich lösen lassen. Ich streike im Büro! Für Klimaschutz durch meinen Arbeitgeber. JedeR kann das. JedeR darf das. Ich postuliere dies anhand von vier Thesen: Kleinheit ist OK, Schwächen sind OK, Druck ist OK, Widersprüche sind OK. Und schlage zur Umsetzung drei Schritte vor: Ich fordere, ich streike, ich verspreche!
Ein guter Anlass, um meine digitale Rückständigkeit etwas aufzupolieren. Mit meinem ersten Twitter-Account, einer Facebook-Seite und einer Webpage. Da finden sich die Details zum MiniStreik-Konzept.
Und das, was ich meinem Vorgesetzten mitteilte ....
www.MyMiniStrike.com       twitter.com/@MyMiniStrike      facebook.com/#MeinMiniStreik